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"Gut ausgerüstet in die Zukunft"

Artikel in blue business 12/99

 

Seit ihrer Gründung 1998 hat die Aral-Stiftung in zahlreichen Projekten über 80 jugendlichen Arbeitslosen aus dem Ruhrgebiet zum Abschluss von Ausbildung oder Schule verholfen.

 

"Wir wollen sie motivieren, ihren eigenen Weg zu finden und Selbstvertrauen zu gewinnen" sagt Günter Thoma, Geschäftsführer der Aral-Stiftung. Zu ihrem 100-jährigem Bestehen gründete die Aral AG 1998 eine Stiftung und stattete sie mit zehn Millionen Mark aus. Die Zinsen von rund 500 000 Mark im Jahr fließen in Projekte, die jugendlichen Arbeitslosen aus dem Ruhrgebiet den Einstieg in Ausbildung oder Beruf ermöglichen. Partner der Stiftung sind Arbeitgeber, Handwerkskammern, Träger von Bildungs- und Jugendarbeit oder Behörden.

 

Vier Programme gab es bisher, daran nahmen 80 "Sorgenkinder" ohne Schulabschluss oder abgeschlossene Ausbildung teil. "Durch die Bank weg betreuen wir Problemfälle", erzählt Petra Rufaut, pädagogische Mitarbeiterin der Stiftung. Deshalb freut sie sich besonders, wenn jemand vermittelt wird. So wie Anika Fethke, Teilnehmerin am beruflichen Trainings- und Orientierungsprogramm für junge arbeitslose Frauen, mit dem die Stiftung ihre Arbeit begann. "Heute arbeitet sie als Veranstaltungstechnikerin und reist viel", so Rufaut. Von Anikas 18 Kolleginnen in der Maßnahme fanden zehn eine Ausbildung oder Arbeitsstelle.

 

Ein weiterer Augenmerk der Stiftung liegt auf der Kooperation mit Schulen: So setzten seit Herbst 1999 künftige Schulabgänger der Erich-Kästner-Schule in Bochum eigene Projekte oder Ideen in einem Ideen-Workshop um - wie Gestaltung und Bau eines Kiosks für Schüler. Beides soll ihnen Eigeninitiative und Unternehmergeist vermitteln und sie ganz praktisch an ihren Berufswunsch heranführen.

 

Auch 2000 bildet die Arbeit mit Schülern einen Schwerpunkt der Aktionen: Im "Programm für schulmüde Jugendlichen" kooperiert die Stiftung mit Bochumer Hauptschulen und dem Jugend- und Schulamt, "um den Schülern zum Abschluss zu verhelfen, die es schwerer haben als andere", so Günter Thoma.

 

Mit dem "Programm zur Förderung neuer Arbeit" plädiert Thoma für die Umsetzung von Existenzgründungs-Ideen, die in manchen Jugendlichen schlummern. Zielgruppe sind junge Arbeitssuchende ohne Abschluss oder mit abgebrochener Ausbildung. Doch auch mit einem anderem Projekt will man neue Arbeitsplätze schaffen. So plant die Stiftung, sich an der Gründung eines Second-Hand-Kaufhauses zu beteiligen, das der Trägerverbund der Jugendarbeit Neumarkt e.V. baut. "Sobald der Träger eine geeignete Immobilie gefunden hat, geht es los", so Thoma.

 

Wenn dieses Jahr alles genau nach Plan läuft, kommen zwischen 100 und 150 junge Menschen in den Genuss der Förder-Programme. Doch auch andernorts könnte man davon profitieren, zum Beispiel in Nordhausen, Bochums Partnerstadt in Thüringen.

 

 

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