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Dem Leben eine Perspektive geben

Erfolgreiche Trainingsmaßnahme der Aral-Stiftung

 

Sie ist eine wahre Allrounderin:Britta Pohl bearbeitet Lieferscheine,Rechnungen Post und Bestellungen,nimmt Aufträge entgegen,betreut das Telefon und begrüßt Besucher."Sie macht ihre Arbeit richtig gut und hat sich prima in unsere Firma integriert ", lobt sie ihre Chefin Christa Düring, Geschäftsführerin der HwH Härtetechnik GmbH Witten - ein Dienstleistungsunternehmen der Werkstoff- und Wärmebehandlungsbranche.Seit August wird Britta Pohl hier zur Bürokauffrau ausgebildet,nachdem sie zuvor gemeinsam mit zwölf anderen Frauen an einer dreimonatigen Trainingsmaßnahme der Aral-Stiftung teilnahm,die in Kooperation mit dem Verein zur beruflichen Förderung von Frauen e.V.und dem Arbeitsamt Bochum stattfand.Das Arbeitsamt war es auch,das eine Vorauswahl an Bewerbern für die Stiftung traf,die sich dann direkt an die zukünftigen Teilnehmer wandte. Die Maßnahme war ganz auf die Bedürfnisse der jungen arbeitslosen Frauen zugeschnitten.Nach einem zweiwöchigen Bewerbertraining half die Stiftung dann bei der Vermittlung von Praktikumsplätzen,damit sich zukünftige Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Ruhe beschnuppern konnten.Im Idealfall sollte aus dem Praktikum dann entweder eine neue Arbeitsstelle oder ein Ausbildungsplatz erwachsen.Auch Britta Pohl profitierte davon:Schnell und unbürokratisch erhielt sie ihren Praktikumsplatz bei HwH Härtetechnik. "Wir sind ein kleines Unternehmen und ich wollte nicht noch eine Auszubildende in der Verwaltung einstellen. Aber mit dem Kompromiß einer einjährigen Ausbildung im Anschluß an ihr Praktikum sind alle Beteiligten zufrieden ",berichtet Christa Düring."Außerdem handle ich nach dem Motto 'Frauen müssen Frauen helfen ’".

 

Angesichts soviel Solidarität ist es kein Wunder,daß sich die junge Frau an ihrem Arbeitsplatz wohl fühlt und zuversichtlich in die Zukunft blickt:Das war nicht immer so. Denn nach einer nicht abgeschlossenen

Ausbildung zur Groß-und Außenhandelskauffrau war Britta Pohl gleich Anfang des Jahres arbeitslos."Ich war betrübt,denn angesichts all der Arbeitslosen habe ich mir kaum Chancen auf einen Job ausgerechnet ",erzählt die junge Frau.Im Sommer nächsten Jahres wird die 22 jährige Wattenscheiderin ihre Prüfung zur Bürokauffrau ablegen.Bis dahin muß sie noch viel leisten, gilt es doch für sie,den Lehrstoff ihrer Mitschüler aufzuholen.Doch auch hier läßt man den bekennenden "Wattenscheid 09 "-Fan nicht alleine:Interne Ausbildungsstunden in der Firma sollen ihr ebenso helfen wie die Unterstützung der Aral-Stiftung.Diese hat sich zum Ziel gesetzt,ihre Schützlinge in der Anfangszeit nach der Trainingsmaßnahme bei Bedarf weiter zu begleiten,sei es mit gezielter "Nachhilfe ",sei es mit konkreten Kursangeboten zur Weiterbildung.

 

Die Arbeit der Aral-Stiftung

 

Im Gründungsjahr 1998 startete die Aral-Stiftung mit einem Projekt in Zusammenarbeit mit dem Verein zur beruflichen Förderung von Frauen und dem Arbeitsamt Bochum.An dem beruflichen Trainings- und

Orientierungsprogramm nahmen 19 arbeitslose Frauen im Alter von 18 bis 25 Jahren teil.Sechs der Teilnehmerinnen brachen im Laufe des dreimonatigen Programms die Maßnahme ab.Von den übrigen 13 jungen Frauen fanden 10 eine Ausbildung oder Arbeitsstelle.

 

Im Frühjahr 1999 wurde ein ähnliches Programm auf dem Hintergrund der gemachten Erfahrungen gestartet.Das Projekt bot jedoch mehr Praxisnähe und Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern.Von ebenfalls 19 Teilnehmerinnen fanden danach 13 Frauen einen Ausbildungsplatz oder eine neue Arbeit.

 

Im August 1999 begann ein Programm an der Erich-Kästner-Schule in Bochum.Künftige Schulabgänger erhalten die Möglichkeit, ein eigenes Projekt bzw.eine eigene Idee umzusetzen;beides soll ihnen Eigeninitiati

ve und Unternehmensgeist vermitteln und sie ganz praktisch an ihren Berufswunsch heranführen. Ab Oktober beginnt eine neunmonatige Qulifizierungsmaßnahme für 24 arbeitslose Jugendliche in Kooperation mit der VHS und dem Arbeitsamt Bochum.Das Programm beinhaltet notwendige Qualifizierungen,wie Nachholen des Hauptschulabschlusses,Vermittlung von Schlüsselqualifikationen,Orientierung und Entscheidung für einen Beruf sowie die Unterstützung bei der Vermittlung in Ausbildung und Arbeit.

In ihrem fünften Projekt will die Aral-Stiftung darauf hinweisen,dass Qualifizierungsmaßnahmen mit der Entstehung von Arbeitsplätzen gekoppelt werden können und müssen, da der Arbeitsmarkt nicht Arbeit für alle bietet.Die Stiftung plant,sich an der Gründung eines Second-Hand-Kaufhauses zu beteiligen,damit ausgewählte junge Arbeitslose dort direkt für einen bestimmten Bereich qualifiziert werden.

 

 

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