Der Jugend eine Zukunft geben
Presseinformation, Private Public Partnership der Aral AG.
Private Public Partnershipder Aral AG: Der Jugend eine Zukunft geben / Engagement mit KundenService, Stiftung, Marketing-Lehrstuhl und Buchveröffentlichung
Bonn, den 19. Oktober 1998. Der Umbruch in unserer Gesellschaft, der strukturelle Wandel der Arbeit und der Arbeitswelt geht mit zahlreichen Problemen einher und stellt alle gesellschaftlichen Gruppen vor schwierige Herausforderungen. Die wachsende Beschäftigungslosigkeit ist dabei das ffensichtlichste Problem. Als traditionsreiches und gleichzeitig innovatives Unternehmen sieht die Aral AG ihre Verantwortung zunehmend im sozialen Umfeld. Gründe dafür sind:
Jedes Unternehmen greift in das soziale und gesellschaftliche Gefüge des Landes ein. Deshalb erwartet die Bevölkerung, daß sich dieser Einfluß auch sozialverträglich äußert.
Unternehmerisches Handeln braucht ein stabiles soziales Umfeld.
Die soziale Marktwirtschaft ist der Garant für sozialen Fortschritt. Daher handelt jeder, der sich seiner sozialen Verantwortung stellt, systemstabilisierend.
Der lähmende Dominanzwille von Politik und öffentlicher Verwaltung braucht derzeit einen starken Gegenpart.
Die vielschichtigen Probleme des Staates zeigen, daß Verwaltung und Politik an ihre Handlungsgrenzen gestoßen sind.
Welche Maßnahmen ergreift Aral, um diesen Handlungsrahmen auszufüllen?
Vier Beispiele für praktizierte Private Public Partnership:
1. Eintausend neue Arbeitsplätze im KundenService
In einer konzertierten Service- und Arbeitsmarkt-Initiative startete Aral bereits im Juni 1997 gemeinsam mit den Arbeitsämtern und den Tankstellenunternehmern die Einführung des "KundenService” an Aral-Tankstellen. Das Konzept: Die Tankstellenunternehmer rekrutieren die neuen Service-Mitarbeiter bei den Arbeitsämtern, die bundesweit für dieses Projekt Langzeit-Arbeitslose vermitteln. In einer Praktikums- und Trainingsphase sammeln der neue Service-Mann und der Aral-Tankstellenunternehmer Erfahrungen mit dem Fahrbahnservice, danach erfolgt die Einstellung des Mitarbeiters in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis.
In den ersten zwei Monaten des Praktikums zahlt das Arbeitsamt die gesamten Kosten und für die ersten zwölf Monate im Durchschnitt die Hälfte des Brutto-Gehalts in Höhe von rund 2.500 DM. Bis Ende 1998 planen die Aral-Tankstellen, rund 1.000 ehemalige Arbeitslose für diese und ähnliche Dienstleistungen fest einzustellen. Bis heute arbeiten schon rund 800 Menschen in diesem neuen Job.
Wenn Aral mehr Service anbietet und dafür die Integrationshilfe des Arbeitsamtes in Anspruch nimmt, dann entlastet diese Private Public Partnership sowohl die Etats des Arbeitsamtes als auch der Sozialverwaltung. Aral gewinnt an Servicekompetenz, und die neuen Mitarbeiter erhalten wieder eine berufliche Perspektive.
2. Hilfe zur Selbsthilfe die Aral Stiftung
Die Aral AG hat zum 1.7.98 eine Stiftung mit dem Auftrag eingerichtet, schwer vermittelbaren jugendlichen Arbeitslosen aus dem Ruhrgebiet den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern. Sie will dabei Initiativen zur beruflichen Qualifizierung und Umschulung fördern und gleichzeitig die Jugendlichen sozial betreuen. Anders als bei anderen Institutionen liegt der Aral Stiftung ein ganzheitlicher Ansatz zugrunde:
Entwicklung der Persönlichkeit hin zu einer Integration in die Arbeitswelt. Ziel ist, die Stärken und Fähigkeiten der Jugendlichen zu entdecken und sie bei der beruflichen Entwicklung sinnvoll einzusetzen. Der Unternehmensgeist der jungen Leute soll geweckt werden, damit sie ihren Lebens- und Berufsweg selbständiger als bisher in die Hand nehmen.
Enger Kontakt zu regionalen Arbeitgebern. Parallel zu den Projekten werden Stiftungszweck und ñarbeit lokalen Arbeitgebern vorgestellt. Ziel: Schaffung von Arbeitsplätzen.
Flexibilität von Teilzeitmodellen. Bei der Suche nach Arbeitsstellen werden auch Teilzeitstellen einbezogen. Gemeinsam mit den Stiftungs-Mitarbeitern entwickeln die Jugendlichen Strategien, den dann reduzierten Lebensunterhalt auf einer erträglichen Höhe zu sichern.
Kontaktpflege nach der Eingliederung. Auch nach der Vermittlung bleiben die Klienten mit der Stiftung in Kontakt. Sie werden im Alltag begleitet und Konflikte am neuen Arbeitsplatz werden gemeinsam gelöst.
Das Stiftungsvermögen beträgt zehn Millionen Mark. Davon können nur die Zinserträge in Höhe von jährlich rund 500.000 Mark verbraucht werden. Den Großteil der Verwaltungskosten trägt das Unternehmen durch Zustiftungen. Im Gegensatz zu vielen anderen Stiftungen ist die Aral Stiftung hauptsächlich operativ tätig. Sie fördert, indem sie neue und modellhafte Vorhaben und Projekte in enger Kooperation mit den örtlichen Arbeitgebern, Bildungsträgern, freien Trägern der Jugendarbeit und den Behörden initiiert, entwickelt und realisiert und dabei den Projektträger auch finanziell unterstützt.
3. Ein Marketing-Lehrstuhl für die Uni Witten/Herdecke
Im Oktober 1997 hat die Aral AG einen neuen Lehrstuhl für "Strategisches Marketing” an der Universität Witten/Herdecke gestiftet. Entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen unterstützt Aral den Lehrstuhl von 1998 an jährlich mit 800.000 DM. Die Förderungsdauer ist zunächst auf fünf Jahre angelegt.
Im Mittelpunkt der Finanzierung steht allerdings nicht die Institution Universität, sondern die Aufgabe der Universität zur Ausbildung und praxisorientierten Forschung. Aral verzichtet dabei auf jegliche Einflußnahme auf die Lehrinhalte und -methoden. Wichtig ist, den Geist der Universität im Sinne einer Förderung von Forschung und Lehre zu erhalten
4. Anstoß für Entscheider - ein Buch über Private Public Partnership
Die Aral AG hat das Buch des Wirtschaftsjournalisten und Publizisten Hans Georg Möntmann zum Thema Private Public Partnership nicht nur mit Überzeugung gesponsort, sondern auch inhaltlich unterstützt: Einer der Autoren ist Aral-Vorstandssprecher Günter Michels.
Zwar stellt das Buch im Vergleich mit anderen Private Public Partnership-Aktivitäten nur einen kleinen Beitrag dar, doch unterstützt es das Anliegen, eine zukunftsorientierte gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Im Idealfall können die genannten Ideen und die beschriebenen, bereits verwirklichten Projekte Steine des Anstoßes für andere Persönlichkeiten in Wirtschaft und Gesellschaft sein.
